Eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierung am Gymnasium Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Nach Monaten der Vorbereitung und Wochen intensiven Probens konnte das P-Seminar „Projekte im Rahmen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ zusammen mit dem Oberstufentheater des Gymnasiums Szenen zum Thema „Ausgrenzung und Diskriminierung“ in der Aula der Schule auf die Bühne bringen.

Dafür wurde im Vorfeld intensiv zum Beispiel in verschiedenen Zeitungen, dem Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit und in sozialen Medien recherchiert und es wurden fiktive Szenen zu den unterschiedlichen Arten von Diskriminierung, unter anderem aufgrund des Aussehens, der sozialen Stellung oder der sexuellen Orientierung, entworfen. Der Schreibprozess dauerte ein knappes halbes Jahr. Auch wenn die Handlung der Szenen frei erfunden war, haben dennoch viele Betroffene genau mit diesen Formen der Benachteiligung und Anfeindung im Alltag zu kämpfen.  So hat zum Beispiel in einer der Szenen ein homosexueller Jugendlicher große Angst vor seinem Outing und erfährt von seinem Vater eine sehr negative Reaktion, der seine Beziehung zu einem Jungen als „pervers“ bezeichnet und keinen schwulen Sohn akzeptieren will. Trotzdem behauptet sich der junge Mann und ist am Ende der Szene froh, dass er sich nun nicht mehr verstecken muss und, was seine sexuelle Orientierung anbelangt, nun auch öffentlich die Person sein kann, die er ist.
Es war den Schülerinnen und Schülern ein Anliegen, diesen Schicksalen eine Bühne zu geben und auf die Folgen von Vorurteilen und Stigmatisierung aufmerksam zu machen. Ein P-Seminar ist ein Seminar zum Erlernen der Projektarbeit, welches im Rahmen eines Leitfaches stattfindet, in diesem Fall Sozialkunde. Als Kooperationspartner fungierte das Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, welchem auch das Gymnasium bereits seit einigen Jahren angehört. Am Abend der Uraufführung war neben zahlreichen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften auch der Projektpate Herr Florian Hahn, MdB, anwesend. Nach den positiven Rückmeldungen beim Theaterabend kann das P-Seminar in diesem Schuljahr seine Projektarbeit mit viel Freude und Elan fortsetzen.

Magdalena Anderlik, Lara Büttner und Constantin Tremmel,
für das P-Seminar „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ des Gymnasiums Höhenkirchen-Siegertsbrunn

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