Rezension zu „Herz Slam“ von Jaromir Konecny

„Herz Slam“ ist ein 2015 von Jaromir Konecny veröffentlichter Roman, welcher sich mit Vorurteilen von Gymnasiasten Mittelschülern gegenüber und dem Poetry Slam beschäftigt.

Im Buch geht es um das wortgewandte aber schüchterne Mädchen Lea, die mit ihrer selbstbewussten Freundin Sophie an einem einwöchigen Poetry-Slam-Workshop teilnimmt, wo sie sowohl auf ihre Kindergartenfreundin Julia, als auch auf zahlreiche Hauptschüler, gegen die sie zuerst allerlei Vorurteile hegt, trifft. Im Laufe der Geschichte lernt sie allerdings diese zu widerlegen und verliebt sich schließlich sogar in den einfühlsamen und zuverlässigen Jungen Linus. Bis die beiden jedoch zusammenfinden, gibt es einige Missverständnisse zu klären.

Inhaltlich finde ich das Buch sehr unterhaltsam. Man will stets wissen, wie es weitergeht, der Autor schafft es die Handlung logisch und geistreich darzustellen, wenngleich auch das Ende vorhersehbar ist und somit für den Leser keine Überraschung darstellt. Es ist offensichtlich, dass der Autor viel aus eigener Erfahrung schreibt und sich intensiv mit den Themen seines Buches beschäftigt hat.

Jaromir Konecny schafft es mithilfe verschiedenster Gedichte, die jeweils in den Zusammenhang passen, das Buch aufzulockern und abwechslungsreicher zu gestallten. Als Leser merkt man, dass der Autor sich mit Poetry Slam und Dichten auskennt, und sich nicht scheut auch seine eigenen Redewendungen und Meinungen einzubringen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr einfach und nicht zu anspruchsvoll. Es wird klar, dass der Text auch als Vortrag geeignet wäre, was einerseits den Lesefluss verbessert, aber leider andererseits den Autor an anschaulicheren Beschreibungen des Ortes oder der detaillierten Darstellung von Personen hindert. So muss der Leser seiner Fantasie selber freien Lauf lassen. Zugleich kommen einem dadurch die 382 Seiten deutlich kürzer vor und man kann das Buch schnell lesen.

Die Person Leas hat mir persönlich sehr gut gefallen: Ihre Gedankengänge sind nachvollziehbar, sie ist nett und ich kann mich mit ihr identifizieren.

Mit Linus jedoch bin ich absolut nicht einverstanden, zwar erfüllt er den Zweck einen Hauptschüler darzustellen, auf den die gängigen Vorurteile nicht zutreffen, er ist dadurch allerdings nicht sehr authentisch beschrieben und wirkt auf mich sehr unnatürlich.

Insgesamt ist das Buch meiner Meinung nach trotz einiger Mängel wirklich sehr unterhaltsam. Jaromir Konecny hat mit Herz Slam ein Buch geschrieben, das überzeugend und absolut lesenswert ist.

                                                                                                                                                                                                 Elena P.

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